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29 März 2018

Rucksack in progress 2 schon fertig!!

Rucksack in progress ist wohl nicht mehr ganz der korrekte Titel für diesen Post. Ich bin nämlich schon fertig! Und ausgeführt wurde er auch schon einige Male.


So sieht der fertige Rucksack aus. Er ist schlussendlich genauso schlicht herausgekommen, wie ich ihn geplant hatte. Die lange Planungsphase hatte ich ja im letzten Post ausführlich beschrieben.
Nun wurde die Zeit bald etwas knapp, da ich ihn ja unbedingt zur Weiterbildungsschulung am 22.3 ausführen wollte. Zum Glück hatte ich den Samstag zuvor freigenommen. Ich hatte in der Woche davor Abend für Abend immer ein Stück daran gearbeitet, also einmal Aussenstoff zuschneiden, einmal Futterstoff zuschneiden, einmal Einlagen aufbügeln und einmal Taschen herstellen. Am Samstag konnte ich dann eigentlich "nur" noch das ganze zusammenfügen. Dies stellte sich etwas schwieriger dar als ich es erwartet hätte. Ich hatte extra eine Jeansnadel fürs zusammenfügen gekauft, da ich mehrere Lagen (ca 4 plus 2x Einlage) nähen wollte. Allerdings habe ich die Rechnung ohne die Einlage gemacht. Meine Maschine hatte mit der Jeansnadel nämlich sehr viel mehr Mühe durch den Stoff zu kommen, als mit der normalen Nadel. Vermutlich lag dies an der Einlage, welche ziemlich steif ist. Dadurch ist die stärkere und dadurch ja auch dickere Nadel schwieriger durchgekommen. Ich hatte vor die innneren Nähte noch mit Schrägband zu versäubern, das habe ich dann aber zwischenzeitlich verworfen. Meine Schwiegermutter hatte dann den Vorschlag gemacht mit dickem Garn und Knopflochstich zu versäubern, aber diese Idee fand ich etwas mau...Ich sah mich schon stundenlang von Hand zu nähen ohne Fortschritt aber mit Blasen an den Fingerkuppen... Am Sonntag habe ich mich dann aufgerafft, die Nadel wieder gewechselt, mit der normalen Nadel das Schrägband angebracht und die Träger aus ECHTEM Gurtband (also aus einem alten Auto) montiert. Insgesamt habe ich so 10-11 Stunden daran gearbeitet. Die Recherche und Planung nicht mit eingerechnet, die kann ich aber gar nicht genau festlegen, da mir immer wieder mal ein Geistesblitz gekommen ist...
Ich bin so stolz auf das Endergebnis. Und vorallem freut mich jedesmal wieder der Anblick des bunten Futters aus einem der Stoffe aus Japan.

Und mit den Taschen bin ich auch mehrheitlich zufrieden. Es dürften aber innen durchaus noch mehr Unterteilungen geben, der Ordnung halber...
Und der Reissverschluss an der Aussentasche vorne ist verkehrt...
Inneres Fach für Block oder Heft oder ev. Laptop

inneres Reissverschlussfächlein für krimskrams
Äusseres Fach mit kleine Fächern und Stiftefach

Der Rucksack sende ich zu Rums


08 Februar 2018

Rucksack in progress 1

Ich tu's wirklich, ich nähe mir einen Rucksack. Und dies, nachdem ich mich jahrelang geweigert habe Rucksäcke als Taschenersatz zu akzeptieren...  Manchmal ist es erstaunlich wie frau ihre Meinung ändern kann.
Angefangen hatte es damit, dass mir bewusst wurde, dass meine Rückenverspannungen auf der Seite stärken waren, wo ich in der Regel meinen Habersack meine Tasche trage. Da hatte das Licht zimlich lange bis es aufgegangen war...
Weiter mehr oder weniger unabhängig davon hatte ich meinen Rucksack den ich vor 16 Jahren im Handarbeitsunterricht genäht habe regelmässig gebraucht, wenn wir an den See oder auf See gingen. Er hatte so ein gutes Format und lag so gut am Rücken...(ja, Konsequenz ist nicht meine Glanzeigenschaft...)
Deshalb kam dann irgendwann der Entschluss ich näh mir einen Rucksack den ich aber auch als (Hand)tasche tragen kann. Und so konnte die Recherche beginnen.
Irgendwann sah ich auf Printertest den Fotorucksack von Kelly Moore. Und ich wusste: diese Reissverschlusslösung soll es werden.

Schlussendlich konnte ich folgende Wunschparameter festlegen:
  • Kastige Form
  • Grosses Aussentaschenfach
  • schlichtes Design
  • einige Innentaschen, einerseits wie die Innentasche meiner Ewa von Machwerk, andererseits auch ein grosses Fach für einen A4 Block und ein kleines Reissverschlussfach innen, sowie ein Karabiner zum Fixieren eines Schlüssels
  • auch als Tasche tragbar
Das letzte Kriterium liess ich dann wieder fallen, weil ich doch nicht so sicher bin, ob ich diese Option wirklich benützen würde, und ich mir auch nicht genau vorstellen konnte, wie ich das genau bewerkstelligen könnte.

Die Zeit ergab, dass ich aufgrund einer Schulung zu einer Bahnfahrt nach Wädenswil kam, mit Umsteigen in Zürich. Rucksäcke sind ja offensichtlich wirklich in...Ich habe jeden Rucksack der mir vor die Augen kam so gut wie möglich studiert. Und ich muss sagen, wenn mir dann das Nähen nur halb so viel Spass bereiten wird ,wie die Recherche, dann wird das ein Fest!
Leider bin ich aus Gründen der Aufschieberitis und auch weil ich momentan wieder im Geschäft viel zu tun habe, noch nicht so weit wie ich es mir wünschte. Deshalb habe ich mir schon mal die durchdachten Arbeitsschritte aufgeschrieben. Ich habe nämlich gelernt, bewusst in Etappen nähen, führt schneller zum Ziel. Ich habe mir sozusagen eine Nähanleitung geschrieben. Wenn diese dann fertig ist und der Rucksack auch, kann ich sie bei Bedarf gerne auch zu Verfügung stellen.

Soweit so gut. Das Ziel ist es zur nächsten Schulung in Wädenswil am 22.3. den Rucksack einsetzen zu können. Ich werde die Forschritte dokumentieren!

Die Links sind übrigens absolut keine Werbung und dienen nur zum besseren Verständnis!