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02 März 2022

Wieder mal ein Schwung Kinderkleider


 Leider gibt es die Menschenskinder-Linkliste nicht mehr. Aber ich habe eine neue Liste gefunden, wo ich selbstgemachte Kinderkleider verlinken kann. Ohne Verlinkung macht es ehrlicherweise kaum Spass einen Blogpost zu verfassen. Und ohne Spass auch keine Motivation...

 

Irgendwie habe ich immer gegen Ende einer Kleidergrösse Panik, dass der Kleine zu wenig Kleider hat. Und da ich Lust hatte zu nähen, habe ich ihm dann auch einen Schwung Pullover genäht. Die Grösse ist noch reichlich grosszügig bemessen. Vorallem die Arme sind noch etwas zu lang. (Achtung ev. Werbung) Der Schnitt ist aus dem Klimperkleinbuch Babyleicht nähen, welches ich mir mal von meinem Mann zu Weihnachten gewünscht habe.

Die Stoffe, die ich dafür verwendet habe, sind mehrheitlich von Altkleidern stammend. Etweder bekommen oder selbst einfach nicht liebgewonnen...

Der Paris Pullover habe ich während unserer Bretagneferien gekauft. Er war mir immer etwas zu kurz und hatte noch dazu nur 3/4 Ärmel, was bei meinen Affenarmen noch etwas kürzer ist. Ich hatte schon in einer Rettungsaktion ein knallgrünes breites Bauchbündchen angenäht. (einfach weil keine andere Farbe da war). Aber das hat (wohl verständlicherweise) nicht viel gebracht. Und da ich mal gehört habe, dass ein Kleidungsstück nach 30 maligem Tragen erst richtig nachhaltig wird, habe ich mutig die Schere genommen und zugeschnitten. Das Bündchen kommt von einen Jäckchen, welches ich von meiner Schwägerin übernommen habe, lange getragen habe. Und das dann leider dem Poolmittel (= Chlorirgendetwas, zumindest bleichend) zum Opfer gefallen war. Ich habe um die "Bleicheflecken" herum geschnitten.

Der graue Pulli habe ich von meiner Tante bekommen. das Problem hier ähnlich: 3/4 Ärmel, dafür aber eher weit geschnitten... gut um möglichst viel Stoff daraus zu gewinnen. Ärmelabschlüsse konnte ich sogar übernehmen...

Für den 3. Pullover bekam ich vor bald 2 Jahren einen Resten Kinderstoff von einer Freundin geschenkt und der braunviolette Stoff war mal ein sehr komisches Oberteil, welches ich von der Mutter einer anderen Freundin geschenkt bekommen habe.


Weiter habe ich noch 2 Schnittmuster für Hosen gekauft, einerseits die Motti Jeans und ein anderes dessen Name mir jetzt gerade nicht einfällt. Wieder aus einer alten Hose von mir, bei welcher meine Flickkünste (wirklich nicht besonders ausgeprägt, wenns ums wifeln geht) versagt haben...

Ich konnte sogar den Bund und das Knopfloch übernehmen. Die Gürtelschlaufen vorne haben schon von anhin super gepasst, sodass ich hinten noch eine weitere im gleichen Abstand anfügen musste... Auf jeden Fall hat das verwerten grossen Spass gemacht!


Zu guter Letzt noch ein neues Babynest mehrheitlich frei nach dieser Anleitung. Wobei ich mir schon beim ersten Babynest selbst vor 2 Jahren sehr viele Gedanken über die Masse gemacht habe. Der Nilpferdstoff ist tatsächlich ersteigert, die Jeansunterseite kommt von einer alten Jeans, die ich, nachdem ich sie wieder von der Tante übernommen habe, selbst lange und gerne getragen habe.

So nun ist wieder ein Schwung Kleidung verbloggt. Was dann noch folgend wird irgendwann ist ein gestrickter Pullover und sofern ich dran denke, die gestrickten Neugeborenengeschenke für Freundinnen...



04 Juli 2020

Babydecke - Langzeitprojekt

Weiter gehts mit genähten Sachen für den kleine Fuchs. Diesmal mit einem Langzeitprojekt. Und mit Betonung auf Langzeit. Ich kann mich zwar nicht mehr genau errinnern, wann ich angefangen habe, aber es sind mindestens 8 eher wohl mehr Jahre her. Nach und nach habe ich kleine Quadrate aus Stoffresten, die ich nicht mehr sonst verwenden wollte/konnte zugeschnitten und in einer kleinen Schachtel gesammelt. Dazugekommen sind dann irgenwann mal noch Uni-Stoffereste aus der Stoffkiste. Mindestens ein Stück Stoff stammt aus dem "Lumpensack", der mein Vater jeweils für seine Werkstatt bestellt um irgendwelchen Dreck wegzuwischen. Da sind teilweise sehr schöne Stoffstücke dabei... Auch zwei alte Röcke meiner Mutter sind eingearbeitet, der eine ist wohl bald 40 Jahre alt der andere zimlich genau 19 Jahre und war mal ein Umstandsrock...
Nach und nach habe ich dann begonnen die Stoffe zu sortieren, und in Streifen zu nähen. Als Rückseite habe ich eine graue Vliesdecke des Möbelschweden verwendet. Fertig wurde die Decke kurz vor der Geburt. So ganz genau weiss ich das gar nicht mehr.


Leider haben sich schon nach dem ersten Waschen einige Nähte wieder gelöst. So habe ich im Frust erst eine Naht noch mit der Maschine verstärkt. An einer anderen Stelle habe ich dann ein kleines Stoffquadrat mit einer Spirale aufgestickt.

Insgesamt mag ich die Decke sehr. Sie ist sicherlich keine Schönheit und auch nicht alle Stoffe sind wirklich Patchwork geeignet. Teilweise hatte ich anfangs auch nicht so auf den Fadenlauf geachtet, und deshalb hat sich schon die eine oder andere Ecke verzogen. Aber ich freu mich immer wenn sie sehe und mich an die Kleidungsstücke zurückerinneren kann. Diese Decke schicke ich zur Menschenskinderliste

01 Juli 2020

Me Made Mittwoch 7 im Juli 2020

Eigentlich wollte ich diese Bilder schon im Juni dem Me Made Mittwoch beisteuern. Die Bilder wurden auch am Pfingstmontag gemacht. Allerdings haben sie es nicht geschafft, von der Kamera auf die Festplatte zu wandern.
Es ist eines meiner Lieblingssommershirts, super luftig ohne sich nackt zu fühlen. Es ist eines meiner ältesten selbstgenähten Kleidungsstücke, die ich immer noch trage.
Es ist Shirt 102 aus der Burdastyle 5/2011. Allerdings habe ich die Länge dem vorhandenen Stoffstück aus dem Fundus meiner Mutter angepasst. Es ist einer dieser Stoffe, die man nicht bügeln soll. Deshalb verzeiht er wohl so manchen Anfängerfehler. Beim einen Ärmel habe ich einfach auf den Fadenlauf gepfiffen, damit es noch gereicht hat. Die Versäuberung des Armausschnittes habe ich auch irgendwie gemacht.
Eigentlich sind es auch nicht so meine Farben. Sie sind zu klar. Aber ich habe irgendwo vor 100 Jahren mal in einer Mädchen-Zeitschrift gelesen, dass Rot und Blau immer gehen...
Der Rock ist gekauft. Auch so ein Lieblingsteil, welcher immer irgendwie passt. Wenn ich mal in ein Zeitloch falle, dann wird dieser durch einen selbstgenähten ersetzt... Aber bis dann hält dieser hoffentlich durch.

Die Fotos sind nach dem Heimkommen von unserem ersten (wenn auch nur kurzen) Ausflug/Ausfahrt ohne Baby gemacht worden. Wir waren ein Dessert essen gegangen. Das Auto ist ein MG Midget und hat wie immer einige Blicke auf sich gezogen. Als wir das Auto wieder zur Rückfahrt startklar machten kam eine Familie mit kleinem Jungen und Baby vorbei. Die Mutter sagte zum kleinen Jungen: "Hast du das kleine Auto gesehen?" Der Junge sagte zur Mutter: "Ja, das ist noch ein Baby."
Und so verlinke ich euch diese Beitrag im MeMadeBlog.




29 Mai 2020

Baby-Outfit 2

So nun zu den nächsten Werken, die ich für den kleine Fuchs gemacht habe. Diese sind alle aus dem Buch Klimperklein Babyleicht. Das Buch ist aber selbst gekauft, respektive ich habe es von meinem Mann zu Weihnachten geschenkt bekommen. Daher keine Werbung...
Ich hatte von meiner Schwägerin, der Patentante/Gotte des kleinen Fuchses ein älteres nicht mehr gebrauchtes Kapuzenjäckli bekommen. Es war das, was vom Verflossenen zurückblieb. Da ich keinen Stoff kaufen wollte, aber unbedingt das Schnittmuster für die Strampelhose mit Füssen ausprobieren wollte, habe ich es auseinander genommen. Feinsäuberlich den Reissverschluss und die Bauchtaschen abgetrennt. Die Schnittmusterteile habe gerade so ganz knapp auf die beiden Vorderteile gepasst. Naja eigentlich genau nicht ganz, aber ich wollte unbedingt also...
Da ich dann aber irgendwie zwei ungleich lange Beine hatte und sowieso, habe ich anstelle der Füsse einfach ein Bündchen angenäht. Geht ja auch. Im Nachhinein bin ich ganz froh darüber, da es mich nervt, wenn die Füsse irgenwo im Bein stecken und nicht wo sie hingehörten... Und so passt es eventuell auch etwas länger... Hier das Ergebnis:


Weil mir das so gut gefallen hat, habe ich dann noch zwei weitere Strampelhosen ohne Fuss genäht. Auch hier habe ich Material aus dem Vorrat genommen. Der grauweisse Stoff und die Knöpfe des blauen Stramplers war mal eine Hose von mir. Die habe ich im verrissenen Zustand vor knapp zwei Jahren wieder aus den Flitterwochen in Namibia nach Hause genommen, um dann irgendwann etwas für den geplanten Nachwuchs zu nähen :-). Der blaue Stoff war ein Kleid, dass irgendwie nicht mehr so meinem Stil entsprochen hat, zu mädchenhaft...irgendwie abgelebt... und trotzdem heiss geliebt und deshalb ein zweites Leben geschenkt bekommen... Wenn auch nur ein kurzes weil inzwischen auch schon wieder zu klein...
E voilà:
aus demselben Buch habe ich auch noch ein Wickelbody genäht. Gefällt mir eigentlich ganz gut, ausser dem vielen Schrägband annähen.. und dass es so viele Knöpfe benötigt...

Der Post geht wie die letzten vorangegangenen auch zur Menschenskinder-Linkliste.

28 Mai 2020

Mittwochsmix Mai (am Donnerstag)

Als ich heute Vormittag meine tägliche Schokoladenration (1 Reihe) zu mir nahm, ist mir auf einmal aufgefalle, dass ja der Unterteller super gut zum Thema Klein + Garten des Mittwochmix passen würde. Und auch, dass ich ja noch weitere schöne Untertassen verziert habe, wo auch etwas gartenmässiges drauf ist...
Ich habe diese vor circa 3 Jahren im Porzellanmalkurs (Achtung etwas Werbung) gemalt, als ich Ideen ausprobieren wollte, aber auf Schüsseln, Töpfe und Tassen keine grosse Lust verspürte. Sozusagen Musterstücke. Deshalb habe ich auf die kleinen, weissen Untertassen in unserem Schrank zurückgegriffen. Wenns nicht so toll heraus käme, wäre es auch nicht so ein grosser Verlust gewesen...

 Und die einzelnen etwas genauer:












05 Juni 2019

Me made Mittwoch

Mehr Bilder als Worte: Ausflug nach Sursee an den Sempachersee in memade Bluse und Rock:




 

verlinkt beim Memademittwoch

09 Mai 2019

FJKA 2019 Zwischenstand 2

So, nach dem ganzen Umzugs- und Einräumstress habe ich doch noch ein Fortschritt zu vermelden. Die beide Vorderteilhälften sind fertiggestrickt und warten nun auf ihren Gegenpart aus dem Rückenteil. Spontan habe ich beschlossen, das Ajourmuster in der Anleitung für das Rückenpasse zu verwenden. Daran bin ich jetzt. Die Abnahmen für die Ärmel mache ich jetzt halt "Handgelenk mal Pi", muss ja eh nicht reproduzierbar sein... Das Muster ist recht eingängig, wenn man nicht aus Unvorsichtigkeit die Nadeln rausziehen würde... Aber jetzt ist alles wieder gerettet und es kann weiter gehen.

Das weisse Garn wohl nicht für lange Ärmel reichen, deshalb versuche ich es gar nicht erst. Auf jedenfall werde ich zuerst das Halsbündchen und die Knopfleiste stricken. Dann werde ich mich an die Ärmel machen. Natürlich werde ich versuchen auch die Ärmel in Runden zu stricken. Wieso soll man zusammennähen, wenns einfacher zu stricken ist ;-)

Bis zum Finale des FJKA sollte es gut reichen. Vorausgesetzt ich kann meine Mittagspausen wirklich nutzen und brauche diese nicht zum dösen....
Weiter ist immer noch das Lacetuch auf den Nadeln, das habe ich aber zu Gunsten der Jacke schon länger nicht mehr angerührt. Den Blogpost schicke ich an folgende Linkparties:
FJKA 19, Auf den Nadeln, Du für dich am Donnerstag

21 April 2019

FJKA 2019 Zwischenstand

Ich könnte ja behaupten, das Kistenpacken und entsorgen hätte mich vom  Bloggen abgelenkt. Aber das stimmt nicht. Ich habe letzten Sonntag ganz bewusst noch keinen Zwischenstand geschrieben, da ich noch ein bisschen weiterstricken wollte. Sodass man auch einen Unterschied zum letzten Stand sieht. Leider hat dabei mal wieder mein Handgelenk nicht mitgespielt. Es schmerzt mal wieder... Und mit Bandage strickt es sich zwar aber mit weniger Spass...
Nun aber doch noch auf den fast letzten Drücker noch einen kleinen Zwischenstand. Diesmal aber nur ein Foto mit dem Handy. Aber schaut selbst, ES LÄUFT:

Das erste Vorderteil ist fertig, das zweite werde ich bald in Angriff nehmen. Beim Rückenteil überlege ich noch, ob ich den Laceteil der Ärmel schon aufnehmen soll. Eventuell werde ich dann auch das weisse Garn weglassen und doppelt mit dem lachsfarbenen weiterstricken, weil das weisse nicht für beide ganze Ärmel reichen wird...Mal sehen. Auf jedenfall schicke ich diesen Beitrag noch zu zum Zwischenstand des FJKA 2019, WoF und zu auf den Nadeln

12 April 2018

Auf den Nadel April 2018

Ganz spontan habe ich doch noch ein Frühlingspulli angestrickt. Ich konnte meine Finger nicht still halten vor dem Fernseher...
Ich hatte vor ein paar Monaten 2 Knäuel eines Lana Grossa Linea Pura Garn gekauft. 100% Baumwolle. In einem Puderrosa...Ich dachte noch, ach ja 2 Knäuel kein Problem und die Farbe passt auch zu allem...
Naja weit gefehlt, die Farbe passte auf den ersten Blick eigentlich zu nichts richtig gut, was ich noch zu Hause hatte. Und kaufen konnte ich in dem Moment (Samstag abend) nicht, bzw. wollte ich auch nicht. Ausserdem 100% Baumwolle ist zwar toll, aber seit dem Probestricken bin ich kritischer gegenüber dem Verstricken von Baumwolle. Wolle ist da echt elastischer...
Beim zweiten hinschauen gab es da schon noch einige Resteknäuel die gepasst hätten, aber alle mit hohem Wollanteil, und für ein lockerer Sommerpulli irgendwie nicht das richtige...

Deshalb habe ich einfach mal mit stricken begonnen. Logisch oder? Ich fand dann doch noch ein Baumwollgarn mit der richtigen Garnstärke in sagen wir mal vanille. Gut.
Aber schon sehr bald merkte ich, das reicht hinten und vorne nicht. also weiter suchen. Es fand sich ein blaugraues Garn, vermutlich wie das vanillefarbene aus einem Topflappenset. Aber auch das war knapp. Nun war ich wirklich mit der passenden Garnstärke ausgeschossen. Aber ich habe ja noch viel dünneres Garn in Weiss da :-)
Soweit bin ich jetzt:

Alles in allem passt er, und die Farben sind schon mal sicher sommerlich: 1 Kugel Himbeerglace, 1 Kugel Heidelbeerglace, 1 Kugel Vanille und vermutlich zimlich viel Rahm.
Ha! wäre doch gelacht, wenn sich die Garne nicht fügen würden!

Der Anschlag habe ich mir übrigens von  Rosa P. abgeschaut. Die Maschenzahlen stimmen mit dem Perlmustercardigan überein. 
Und hey, wenn ich so weitermache, dann reicht es locker noch zum Finale der Herzen für den FJKA. Da habe ich mich ja letzte Woche schon mit meinem Schrägrippenpulli eingeschlichen...
Der Pulli kommt jetzt rüber zum Maschenfeinblog, zur Stricklust und zu Rums!

 


05 April 2018

Bordeaupulli mit Schrägrippen und FJKA 2018

Fertig und eingetragen ist mein neuer Pulli eigentlich schon eine ganze Weile. Zum Fotos machen hat es leider erst am Ostermontag gereicht. Und auch das nur kurz und knapp vor dem Abendessen. Dafür mit teilweise zweifelhaften Posen...😎


Begonnen habe ich den Pullover schon im Herbst und ich werde mich noch lange an das Stricken in der ausserordentlich warmen Herbstsonne erinnern.
Ich habe an einem freien Tag ungefähr 1.5 Stunden geopfert um mir die Nähte zu ersparen. Ich habe die ganze Geometrie, inklusive Pythagoras, Strahlensätze, und Dreiecksberechnungen, hervorgeholt um eine nahtfreie oder nahtarme Version zu konstruieren. Leider ohne Erfolg. Ich habe aufgegeben. Bin aber nach wie vor überzeugt, dasss es prinzipiell ginge, wenn man nur könnte...
Das Strickmuster stammt aus der Filati Handstrick Herbst/Winter 14/15. Also auch schon ein älteres Exemplar. Ich hatte daraus schon einmal eine Jacke aus dem Originalgarn gestrickt. Und auch sonst mag ich die Hefte von Filati. Vor einigen Jahren hatte es mal Pocketversionen gegeben, das fand ich auch zimlich toll. Die waren vom Format her etwas kleiner, aber prall gefüllt mit guten Anleitungen.
Nachdem ein grosser Teil des Rückenteils gestrickt war, ging mir der Schnauf aus. Ausserdem wollte ich endlich die Strickjacke für meinen Mann, die ich vor gefühlten 5 (in Wirklichkeit wohl eher 2) Jahren begonnen hatte endlich zu Ende stricken. Das habe ich dann auch getan, wobei inzwischen noch Verbesserungspotential angemeldet wurde. Aber dies ist wieder eine andere Geschichte. Und die Jacke hat definitiv einen separaten Post zu Gute.

Als mir dann Ende Januar aufging, dass der Winter ja irgendwann mal zu Ende sein würde und ich oben erwähnte Strickjacke soweit fertig hatte, hat es mich gepackt. So dass ich für den Rest des Pullis insgesamt nur ca 6 Wochen brauchte. Wenn man bedenkt dass ich eigentlich vor allem in der Mittagspause gestrickt habe und auch bei weitem nicht jeden Tag, finde ich das für mich persönlich eine rechte Leistung.
Motivationstechnisch habe ich nach dem Rücken erst einmal die beiden Ärmel gestrickt, das geht relativ schnell und ausserdem mit dem Nadelspiel und sowieso. Danach habe ich mich dann an das Vorderteil gewagt. Inzwischen waren auch noch einige sibirisch kalte Tage angesagt und die Motivation den Pullover noch davor fertig zu kriegen wuchs. Zur ersten russischen Kälte hat es nicht gereicht, aber es gab ja noch Nachschlag, so dass ich den Pulli auch noch regulär im Geschäft tragen konnte.

Etwas Bange hatte ich, wegen der Dicke, unsere Arbeitschürzen sind mässig gross geschnitten, aber irgendwie war das kein Problem. Das ist mir nach wie vor nicht ganz klar wieso, weil durch die Diagonalrippen könnte ich glatt 10 Kilo zunehmen, oder schwanger werden und der würde bestimmt noch passen.
Die Wolle ist eine Merinowolle von Jakob bzw. Bernetta Wolle, welche ich bei einem Ausflug mit Mutter und Grossmutter gekauft hatte. Die Firma Jakob in Zollbrücke ist ja ein Mekka für Handarbeitsbegeisterte. Die meterlangen Regale bis weit oben (in der Erinnerung bestimmt bei ca 2 oder 2.5 m) vollgefüllten Regale waren doch recht eindrücklich. Der Laden ist wirklich ein Erlebnis, vorallem, wenn man bedenkt dass danach noch die Stoffabteilung, die Kleiderabteilung  und dann noch der Lebensmittel laden folgen. Sprich man kann nach der Wolle noch den Salami einpacken. Ob das nun gut oder schlecht ist, sei dahin gestellt, eindrücklich ist es auf jeden Fall.
Verlinkt mit
FKJA 18 auf dem MeMadeMittwochblog
Auf den Nadel April
RUMS

29 März 2018

Rucksack in progress 2 schon fertig!!

Rucksack in progress ist wohl nicht mehr ganz der korrekte Titel für diesen Post. Ich bin nämlich schon fertig! Und ausgeführt wurde er auch schon einige Male.


So sieht der fertige Rucksack aus. Er ist schlussendlich genauso schlicht herausgekommen, wie ich ihn geplant hatte. Die lange Planungsphase hatte ich ja im letzten Post ausführlich beschrieben.
Nun wurde die Zeit bald etwas knapp, da ich ihn ja unbedingt zur Weiterbildungsschulung am 22.3 ausführen wollte. Zum Glück hatte ich den Samstag zuvor freigenommen. Ich hatte in der Woche davor Abend für Abend immer ein Stück daran gearbeitet, also einmal Aussenstoff zuschneiden, einmal Futterstoff zuschneiden, einmal Einlagen aufbügeln und einmal Taschen herstellen. Am Samstag konnte ich dann eigentlich "nur" noch das ganze zusammenfügen. Dies stellte sich etwas schwieriger dar als ich es erwartet hätte. Ich hatte extra eine Jeansnadel fürs zusammenfügen gekauft, da ich mehrere Lagen (ca 4 plus 2x Einlage) nähen wollte. Allerdings habe ich die Rechnung ohne die Einlage gemacht. Meine Maschine hatte mit der Jeansnadel nämlich sehr viel mehr Mühe durch den Stoff zu kommen, als mit der normalen Nadel. Vermutlich lag dies an der Einlage, welche ziemlich steif ist. Dadurch ist die stärkere und dadurch ja auch dickere Nadel schwieriger durchgekommen. Ich hatte vor die innneren Nähte noch mit Schrägband zu versäubern, das habe ich dann aber zwischenzeitlich verworfen. Meine Schwiegermutter hatte dann den Vorschlag gemacht mit dickem Garn und Knopflochstich zu versäubern, aber diese Idee fand ich etwas mau...Ich sah mich schon stundenlang von Hand zu nähen ohne Fortschritt aber mit Blasen an den Fingerkuppen... Am Sonntag habe ich mich dann aufgerafft, die Nadel wieder gewechselt, mit der normalen Nadel das Schrägband angebracht und die Träger aus ECHTEM Gurtband (also aus einem alten Auto) montiert. Insgesamt habe ich so 10-11 Stunden daran gearbeitet. Die Recherche und Planung nicht mit eingerechnet, die kann ich aber gar nicht genau festlegen, da mir immer wieder mal ein Geistesblitz gekommen ist...
Ich bin so stolz auf das Endergebnis. Und vorallem freut mich jedesmal wieder der Anblick des bunten Futters aus einem der Stoffe aus Japan.

Und mit den Taschen bin ich auch mehrheitlich zufrieden. Es dürften aber innen durchaus noch mehr Unterteilungen geben, der Ordnung halber...
Und der Reissverschluss an der Aussentasche vorne ist verkehrt...
Inneres Fach für Block oder Heft oder ev. Laptop

inneres Reissverschlussfächlein für krimskrams
Äusseres Fach mit kleine Fächern und Stiftefach

Der Rucksack sende ich zu Rums


08 Februar 2018

Rucksack in progress 1

Ich tu's wirklich, ich nähe mir einen Rucksack. Und dies, nachdem ich mich jahrelang geweigert habe Rucksäcke als Taschenersatz zu akzeptieren...  Manchmal ist es erstaunlich wie frau ihre Meinung ändern kann.
Angefangen hatte es damit, dass mir bewusst wurde, dass meine Rückenverspannungen auf der Seite stärken waren, wo ich in der Regel meinen Habersack meine Tasche trage. Da hatte das Licht zimlich lange bis es aufgegangen war...
Weiter mehr oder weniger unabhängig davon hatte ich meinen Rucksack den ich vor 16 Jahren im Handarbeitsunterricht genäht habe regelmässig gebraucht, wenn wir an den See oder auf See gingen. Er hatte so ein gutes Format und lag so gut am Rücken...(ja, Konsequenz ist nicht meine Glanzeigenschaft...)
Deshalb kam dann irgendwann der Entschluss ich näh mir einen Rucksack den ich aber auch als (Hand)tasche tragen kann. Und so konnte die Recherche beginnen.
Irgendwann sah ich auf Printertest den Fotorucksack von Kelly Moore. Und ich wusste: diese Reissverschlusslösung soll es werden.

Schlussendlich konnte ich folgende Wunschparameter festlegen:
  • Kastige Form
  • Grosses Aussentaschenfach
  • schlichtes Design
  • einige Innentaschen, einerseits wie die Innentasche meiner Ewa von Machwerk, andererseits auch ein grosses Fach für einen A4 Block und ein kleines Reissverschlussfach innen, sowie ein Karabiner zum Fixieren eines Schlüssels
  • auch als Tasche tragbar
Das letzte Kriterium liess ich dann wieder fallen, weil ich doch nicht so sicher bin, ob ich diese Option wirklich benützen würde, und ich mir auch nicht genau vorstellen konnte, wie ich das genau bewerkstelligen könnte.

Die Zeit ergab, dass ich aufgrund einer Schulung zu einer Bahnfahrt nach Wädenswil kam, mit Umsteigen in Zürich. Rucksäcke sind ja offensichtlich wirklich in...Ich habe jeden Rucksack der mir vor die Augen kam so gut wie möglich studiert. Und ich muss sagen, wenn mir dann das Nähen nur halb so viel Spass bereiten wird ,wie die Recherche, dann wird das ein Fest!
Leider bin ich aus Gründen der Aufschieberitis und auch weil ich momentan wieder im Geschäft viel zu tun habe, noch nicht so weit wie ich es mir wünschte. Deshalb habe ich mir schon mal die durchdachten Arbeitsschritte aufgeschrieben. Ich habe nämlich gelernt, bewusst in Etappen nähen, führt schneller zum Ziel. Ich habe mir sozusagen eine Nähanleitung geschrieben. Wenn diese dann fertig ist und der Rucksack auch, kann ich sie bei Bedarf gerne auch zu Verfügung stellen.

Soweit so gut. Das Ziel ist es zur nächsten Schulung in Wädenswil am 22.3. den Rucksack einsetzen zu können. Ich werde die Forschritte dokumentieren!

Die Links sind übrigens absolut keine Werbung und dienen nur zum besseren Verständnis!

01 September 2017

Auf den Nadeln September 17




Schon wieder ist es September und nach mehrmaligem Aussetzen mach ich wieder mit bei Auf den Nadeln.
Nachdem ich mein erstes Teststricken mit Rosa P. erfolgreich beendet habe, kann ich mich wieder anderen, bzw. zur Zeit DEM anderen Lanzeitprojekt widmen. Und das wäre einer Strickjacke für meinen Allerliebsten. So vor circa vor einem Jahr kam mal die Frage: "Machst du mir auch mal was?". Worauf ich etwas fahrlässig antwortete: "Ja sicher, was wünscht du dir denn?". Fahrlässig vorallem deswegen, weil ich ihn inzwischen doch so gut kennen sollte, und wissen müsste, dass ihm eher komplizierte Muster gefallen und ich mir allenfalls ein Ei legen könnte.
Einige Tage später, kam er dann mal mit "Designvorschlägen". Und ich schluckte das erste Mal. Es waren allesamt Jacken mit ziemlich aufwändigen "Norwegermustern". Das hatte ich ja noch nie gemacht...
Also habe ich mich auf die Suche gemacht nach etwas ählichem, aber einfacheren. Und wurde fündig bei Drops und der Jacke Cedric. Ich habe also Wolle bestellt, und losgelegt. Nach der Maschenprobe habe ich mich entschieden, die Quadrate nicht 2x2Maschen sondern 3x3 Maschen zu machen.
Und soweit bin ich nun schon gekommen:


und noch eine Nahansicht:

31 August 2017

Teststricken mit Rosa P. Fertig!



So nun bin ich wieder aus der Versenkung aufgetaucht. Es ist ja nicht so, dass (s)ich nichts getan hätte. Im Gegenteil ich hatte ziemlich viel zu tun. Einerseits auf der Arbeit, und andererseits durfte ich bei Rosa P beim Teststricken der neuen Jacke im Perlmuster mitarbeiten.
Die Jacke ist aus dem Recyclinbaumwollgarn von Pascuali, dem Re-Jeans gestrickt. Ich hatte mich für die Farbe Denim entschieden. Ich hatte zwar ein etwas dunkleres Blau erwartet, aber es ist sehr schön. Und nach intensiver Strickzeit beginnt man ja generell die aktuelle Farbe zu mögen. Das Garn hat seine Tücken. Im Gegensatz zu meinem letzten Projekt ist es so gar nicht elastisch, da brauchte es etwas Umgewöhnungszeit (und etwas kleinere Nadeln, wobei dies ja eigentlich fast immer nötig ist bei mir).
Die Anleitung ist einfach und die wenigen etwas kniffligeren Stellen sind sehr gut erklärt. Rosa P arbeitet mit Tabellen, wo die entsprechenden Maschenzahlen/Rundenanzahlen/cm/wasgradnötigist pro Grösse gut ersichtlich sind.
Man beginnt die Jacke oben und arbeitet sich nach unten durch. Nach dem Halsausschnitt und den Raglanzunahmen strickt sich der Körper locker aber dank des Perlmusters wird es auf keinen Fall langweilig. Weiter unten kommt dann ein weiteres Detail dazu, nämlich eine eingestrickte Tasche. Ich hatte das noch nie gemacht, aber auch überhaupt nicht schwer und wiederum gut erklärt. Die Ärmel werden direkt an- und auch im Perlmuster gestrickt. Ich habe aufgrund meiner Grösse sowohl die Ärmel als auch den Körper etwas länger gestrickt, bei den Ärmeln dürfte es eventuell noch etwas mehr sein, aber das zeigt dann der ausgiebige Praxistest. Das Verlängern ist durch die simple Machart der Jacke kein Problem, einfach vor dem einbauen der Tasche die gewünschte Zusatzlänge stricken und fertig. Die Passform ,seht ihr auf den Bildern unten, ist sehr gut, dank des elastischen Perlmusters passt sich die Jacke auch sehr gut dem Körper an. Ich hatte mich für Grösse 38 entschieden, und die passt perfekt.
Alles in allem eine tolle, gut durchdachte Anleitung und durchaus auch für unerfahrene Strickerinnen geeignet. So und nun die versprochenen Bilder:

Die Bilder schaffen es auch noch ganz knapp zur Maschenfein-Liste vom August

15 Mai 2017

Finale FJKA 2017 oder auf den letzten Drücker

 Eigentlich hätte ich ja genug Zeit gehabt, den Pulli pünktlich vor Sonntag fertig zu machen. Und eigentlich war ja der Plan, dass wir dann, wo wir ja eh schon Familienfotos machen wollten am Muttertag, auch gerade mich in meinem neuen Pullover bei meinem alten Zuhause abzulichten. Aber naja. Ich hatte ja schon erzählt, dass mich die Unlust gepackt hatte. Ich glaube der Hauptgrund war, die Aussicht auf 2 mal 1 langweiligen Ärmel stricken, und da ich ja ohne Anleitung gearbeitet habe auch noch die Armkugel auszurechnen und die Änderungen, die ich mache dann auch noch für den zweiten Ärmel zu notieren und mich beim zweiten auch an meine Notizen zu halten...
Ja, am Ende war alle gar nicht so schlimm, ist alles schön aufgegangen, sieht nichts extrem komisch aus. (Das Garn mit seiner Elastizität tut sein übriges, hätte mich ja ehrlich verwundert, wenn der Pulli nicht gepasst hätte...)
Als Mittel gegen die Langeweile habe ich den Rapport im Ärmel aufgenommen, zufällig gings auch tiptop mit den Zunahmen auf immer nach den Bänkchen plus 4. Das ist simpel genug um sich daran zu erinnern, und sich nicht in nachtträglichen Änderungen zu verlieren.
Vermutlich werde ich den Ausschnitt noch etwas bearbeiten. Er ist etwas weit geworden. Und eher schwach, so dass er eventuell auch noch etwas ausleiern könnte. Da muss ich nochmals die Häkelnadel in die Hand nehmen und mir etwas überlegen.
Immerhin habe ich, nachdem ich gestern die letzten Fäden vernäht habe (so schön wenige bei einem unifarbenen Gestrick), direkt entschieden den Pulli heute zur Arbeit anzuziehen. Komplimente gabs zwar keine, aber das ist nicht zum Verwundern, man sieht kaum was unter dem Schurz...
So nun rasch zu den Andern hinstehen, merkt ja keiner, dass schon Montagabend ist...
Und weils so schön ist auch noch mal zu Maschenfein